By Paul Davies

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Dennoch klammern sich viele Laien noch heute an vitalistische Ideen. Die Anschauungen reichen vom quasi Wissenschaftlichen – wie etwa Kirlian-Fotografien, auf denen ein Strahlenkranz um die Hand eines Menschen erscheint, wenn man sie in ein starkes elektrisches Feld hält – bis zum unverblümt Mystischen, zum Beispiel Yin-Yang-Energieströme, Karma oder die Aura, die nur für besonders begabte Medien sichtbar ist. Zum Pech für die Mystiker hat jedoch kein ordentlich durchgeführtes wissenschaftliches Experiment je eine Lebenskraft nachgewiesen, die wir ohnehin nicht benötigen, wenn wir erklären wollen, was in biologischen Organismen vor sich geht.

Physiker wissen seit langem, dass Materieteilchen entstehen können, wenn genug Energie an einem Ort konzentriert ist. Solche Prozesse können mit Hilfe großer Teilchenbeschleuniger im Labor herbeigeführt werden. Doch leider war auch damit das kosmologische Problem noch nicht gelöst, denn nun stellte sich die Frage, wo die Energie herkam, um die kosmische Materie zu erzeugen. Die Annahme, die Energie wäre im Universum schlicht «gegeben» und von Anfang an da gewesen, war kein großer Fortschritt von der früheren These, die Materie selbst habe seit Beginn existiert.

Es stellt sich also heraus, dass biologische Organismen dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik durchweg gehorchen. Solange die Umwelt nutzbare Energie zur Verfügung stellt, können biologische Systeme frisch-fröhlich die Entropie reduzieren und in ihrer direkten Umgebung mehr Ordnung einführen, während sie zugleich zum unaufhaltsamen Anstieg der Entropie des Universums beitragen. Auf diese einfache Lösung des Thermodynamikproblems des Lebens kam schon vor langer Zeit ein anderer Gründervater der Theorie, der österreichische Physiker Ludwig Boltzmann: «Das allgemeine Ringen um Leben ist daher weder ein Kampf um Grundstoffe… noch um Energie….

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