By Eva Lohmann

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The Structure of German, 2nd Edition (Oxford Linguistics)

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Sample text

Ich wollte nicht antworten. Ich wollte nichts verstehen. Ich wollte nicht nachdenken. Ich wollte keine Lösung finden. Ich wollte nur weinen. Nur weinen und mit meinem Taschentuch voller Tränen über den Sofastoff streicheln. Das war alles, was ich ertragen konnte. Zwei Stoffe, die aneinanderreiben. Hin und her. Mein Freund saß neben mir. Starrte mich an. Er, den ich in den Jahren nie habe weinen sehen, weinte plötzlich auch. Es war der Moment, in dem ich realisierte, dass ich krank sein muss. Den Kloß in meinem Hals würge ich mit ein paar Weingummis herunter.

Mir fiel auf, dass er mich in den vergangenen Wochen nur noch selten alleine ließ. Immer weiter spule ich zurück. Es wird schwieriger, die Erinnerungen verschwommener. Und je weiter ich spule, desto tiefer tauche ich in meine eigene Seele ein. Im Frühling diesen Jahres ertappte ich mich dabei, dass ich auf Partys keinen Spaß mehr hatte. Sondern nur noch so tat. Eine Zeit lang schob ich das auf die Partys. Aber irgendwann merkte ich, dass sich in mir etwas verändert hatte. Meine Freunde mir auf die Nerven gingen.

Nur ab und zu weinte ich. Am Ende dieses Tages bekam ich eine Akuteinweisung für eine psychosomatische Klinik. Ich hatte keine Ahnung, was das sein soll. Und drei Tage später erklärte mir meine Mutter, dass nun in einer Klinik ein Bett für mich frei sei. Dass sie mich hinbringen würden, weil dort Menschen seien, die mir helfen würden. In dem Moment hörte etwas in mir auf. Und ich spürte, dass etwas anderes anfing. Im Nachhinein würde ich es am ehesten als Erleichterung beschreiben. Es war offiziell: Ich hatte eine Krankheit, war nicht falsch oder egoistisch oder faul.

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